Warum Papier in Millimetern beschrieben wird
Bei einem Blatt sind die Aussenkanten entscheidend: Sie müssen in einen Ordner, einen Umschlag oder einen Drucker passen. Deshalb werden Papierformate mit Breite und Höhe angegeben, meist in Millimetern. Das Format A4 misst 210 mal 297 Millimeter, A3 297 mal 420 Millimeter und A5 148 mal 210 Millimeter. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Wird ein Blatt gedreht, tauschen Breite und Höhe lediglich die Plätze. Die Angabe beschreibt also die zugeschnittene Fläche, nicht die sichtbare Schrift, den bedruckbaren Rand oder die Dicke des Papiers.
Was Zoll bei einem Bildschirm bedeutet
Ein Zoll bezeichnet beim Bildschirm nicht die Breite, sondern die Diagonale der sichtbaren Bildfläche. Ein Zoll entspricht 25,4 Millimetern. Welche Aussenmasse ein Bildschirm wirklich hat, klärt FlinkTools nicht; es rechnet Zoll in Millimeter um und bleibt dabei auf diese Aufgabe beschränkt. Aus der Diagonale allein folgt die Breite noch nicht, weil dafür auch das Seitenverhältnis nötig ist. Zwei Geräte mit gleicher Diagonale können deshalb unterschiedlich breit und hoch sein.
Von der Diagonale zu Breite und Höhe
Für die Umrechnung wird der Satz des Pythagoras verwendet. Zuerst wird die Diagonale in eine gemeinsame Einheit gebracht. Bei einem Seitenverhältnis von a zu b ergibt sich die Breite aus der Diagonale multipliziert mit a und geteilt durch die Quadratwurzel aus a zum Quadrat plus b zum Quadrat. Die Höhe wird entsprechend mit b berechnet. Wer nicht selbst rechnen möchte, sollte in einem Werkzeug trotzdem prüfen, ob die Eingabe das Seitenverhältnis abfragt. Eine Umrechnung, die nur Zoll in Millimeter überträgt, liefert noch keine Gerätebreite.
Warum die errechnete Grösse nicht immer die Aussenmasse ist
Die Herstellerangabe zur Bildschirmdiagonale bezieht sich gewöhnlich auf die sichtbare Bildfläche, nicht auf Rahmen, Gehäuse oder Standfuss. Für einen Schreibtisch zählen aber gerade diese zusätzlichen Teile. Auch die nutzbare Tiefe kann durch Anschlüsse, Kabel und einen beweglichen Fuss grösser sein als erwartet. Bei tragbaren Geräten kommen Scharniere und Gehäuseränder hinzu. Die berechnete Breite ist daher eine geometrische Näherung für die Bildfläche; für eine Nische oder Halterung sind die technischen Masszeichnungen des konkreten Modells ausschlaggebend.
Die häufigsten Denkfehler beim Vergleichen
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Eine Bildschirmdiagonale wird mit der Papierbreite verglichen. Das sind verschiedene Angaben: hier eine schräge Strecke, dort eine gerade Kante.
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Die Zollzahl wird direkt als Breite verstanden. Das führt besonders bei breiten Bildschirmen zu einer falschen Vorstellung.
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Die Auflösung wird mit der physischen Grösse verwechselt. Viele Bildpunkte können auf einer kleinen oder grossen Fläche liegen.
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Die sichtbare Fläche wird mit dem gesamten Gerät gleichgesetzt. Rahmen und Standfuss fehlen in der Diagonalangabe.
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Ein gedrehtes Papierformat gilt als anderes Format. A4 bleibt A4, auch wenn die längere Seite waagerecht liegt.
Welche Angabe für welchen Zweck zählt
Für den Druck oder einen Umschlag sind Breite, Höhe und gegebenenfalls der Randabstand wichtiger als eine Diagonale. Für die Aufstellung eines Bildschirms zählen dagegen die Gehäusemasse, die Tiefe und die Verstellbarkeit. Soll ein Bild auf Papier und Bildschirm gleich gross wirken, müssen zusätzlich Massstab, Seitenverhältnis und Darstellungsgrösse berücksichtigt werden. Eine Ansicht mit hundert Prozent auf dem Bildschirm ist nicht automatisch eine Ausgabe in Originalgrösse auf Papier.
So prüfen Sie ein Ergebnis sinnvoll
Notieren Sie zuerst, was tatsächlich gebraucht wird: sichtbare Bildfläche, Gehäuse oder Stellplatz. Wandeln Sie danach alle Werte in Millimeter um und halten Sie Breite, Höhe und Diagonale auseinander. Bei einer Bildschirmrechnung kontrollieren Sie das Seitenverhältnis; bei Papier prüfen Sie, ob die gewünschte Orientierung gemeint ist. Runden Sie erst am Ende, denn frühes Runden kann bei knappen Abständen relevant werden. Bleibt wenig Platz, messen Sie das konkrete Gerät oder Blatt nach und verlassen Sie sich nicht allein auf eine umgerechnete Werbeangabe.
